Bad Wörishofen

Was wäre der Kurort Bad Wörishofen im Ostallgäu ohne sein Thermalwasser? Zur langfristigen Deckung des steigenden Thermalwasserbedarfs für die Therme in Bad Wörishofen entschied sich die Stadt Bad Wörishofen 2004 für eine neue Thermenbohrung gleich neben der bestehenden Therme.

Von Mai bis Juni 2005 erfolgte schließlich der Bau des Bohrplatzes, am 30.06.2005 bohrte das als Subunternehmer auftretende Bohrunternehmen Geomechanik aus Woringen die ersten Meter. Nach ca. 850 m wurden die Bohranlagen getauscht, die Fa. HAS aus Hessisch-Lichtenau übernahm die tiefen Bohrstrecken (Bohrstrecke 2 mit einem Ø von 8.1/2" und Bohrstrecke 3 mit Ø 6.1/8"). Am 09.10.2005  erreichte die Bohrung Wör GT2 schließlich die Zielteufe von 2.600 m im Malm-Tiefengrundwasserleiter. In einem Pumpversuch mittels Airliftverfahren wurde die Bohrung erst einmal gereinigt und hinsichtlich ihres potenziellen Dargebotes getestet. Im Anschluss daran erfolgte ein Langzeitpumpversuch und eine Pilotphase, in der die Nachhaltigkeit der Schüttung unter Beweis gestellt wurde.
Sehr positiv stellten sich die lokalen geothermischen Verhältnisse heraus. Bei einem verhältnismäßig geringen Förderstrom während des Langzeitpumpversuches in der Größenordnung von 5 l/s konnte eine Temperatur am Bohrlochkopf von ca. 80°C gemessen werden. Diese Temperatur liegt deutlich über der eingangs erwarteten Temperatur. Das Thermalwasser wird natürlich vor Einleitung in die Becken auf eine angenehme Badetemperatur heruntergekühlt.

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