Erdwerk hat in Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften FH München jüngst den Zuschlag für ein weiteres Forschung- und Entwicklungsprojekt bekommen und baut so seine Kompetenz in der tiefen Geothermie aus. Ziel des Projektes ist an vier Standorten im süddeutschen Raum die Wirtschaftlichkeit sowie ökologische und energetische Effizienz der Anlagen zu untersuchen.
Geothermische Anlagen setzten sich aus einer Reihe von über- und untertägigen Komponenten (z.B. Bohrloch, Pumpe, Wärmenetz) zusammen, die von verschiedenen, auf die einzelnen Komponenten spezialisierten Planungsbüros möglichst effizient geplant werden. Die Gesamteffizienz einer Anlage zeigt sich jedoch meist erst durch das Zusammenwirken der Komponenten während des Betriebes. Es ist davon auszugehen, dass sich mit gezielten, und unter den einzelnen Komponenten abgestimmten Optimierungsmaßnahmen die Gesamteffizienz deutlich steigern lässt.
In dem zu 50 % vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren liegt der Fokus von Erdwerk auf der Untersuchung zu untertägigen Parametern, die Hochschule München wird den obertägigen Bereich abdecken. Neben der Aufnahme und Auswertung von Betriebsparametern werden Modellierungen durchgeführt und Optimierungsansätze vorgeschlagen. Mit der Durchführung ist die Etablierung eines Forums angedacht, das einen geo- und betriebstechnischen Wissensaustausch zwischen Betreibern bestehender Anlagen und Planern zukünftiger Anlagen bietet. Dadurch sollen einerseits den Planern wichtige Erkenntnisse zugänglich gemacht werden, andererseits können Probleme und Lösungen zu effizienzsteigernden Maßnahmen innerhalb der Betreiber ausgetauscht werden.